Auerhaus
Roman von Bov Bjerg

Copyright Thalia Theater / Krafft Angerer

Seltsam waren die anderen in der Klasse. Die, für die alles weiterging wie immer. Hätte man sie vor einer Klausur gefragt: „Wozu lebst du eigentlich?”, hätten sie geantwortet: „Das kommt nicht dran, das müssen wir nicht wissen.”

Auerhaus / Bov Bjerg

Vier Freunde treffen sich nach zehn Jahren am Grab ihres toten Freundes wieder. Diesmal hat er es geschafft. Frieder hat sich umgebracht.
Er hatte schon einmal versucht sich umzubringen – Frieder hat Depressionen.
Anfang der achtziger Jahre in einer westdeutschen Kleinstadt: Damit das nicht wieder passiert, ziehen seine besten Freunde mit ihm in das leerstehende Haus seines Großvaters. Fünf junge Menschen im Auerhaus – damals läuft „Our House“ von Madness im Radio rauf und runter: „we would have such a very good time, such a fine time, such a happy time and I remember how we play simply waste the day away“. Im Auerhaus gibt es kaum Regeln und neben den Vorbereitungen zum Abitur werden Partys gefeiert und mit Drogen und freier Liebe experimentiert. Denn „Liebe ist kein Kuchen, der kleiner wird, wenn man ihn teilt.“ Aber alles hat mal ein Ende…

„Auerhaus“ feiert die Unschuld der Provinz, der Jugend und des Moments – aber vor allem die Gemeinschaft.

Ihm machte nichts mehr richtig Angst, weil er schon mal gewonnen hatte gegen die allergrößte Angst, die es gab.

Auerhaus / Bov Bjerg

Autor: Bov Bjerg
Regie: Franziska Autzen
Dramaturgie: Emilia Linda Heinrich
Bühne: Ute Radler
Kostüme: Miriam Zabek
Komposition: Johannes Hofmann & Frieder Hepting
Musikalische Leitung: Johannes Hofmann
Live-Musik: Frieder Hepting
Licht: Tilmann Cassens
Ton: Jacob Rothstein

Mit: Julian Greis, Franziska Hartmann, Pascal Houdus, Marie Jung, Frieder Hepting

„Wie das Schauspielerquartett plus musikalische Begleitung diesen Traum performt, das zerreißt einem das Herz.“

Hamburger Abendblatt

„(…) eine zurückhaltende, kluge, konzentrierte Inszenierung.“

Hamburger Abendblatt

„(…) der Bühnenmusiker Frieder Hepting schafft mit seiner hohen Stimme ein Klima von Zerbrechlichkeit.“

NDR 90,3

„Sein Publikum wird dieser Abend finden. Einerseits bei Zuschauern, die heute um die 50 sind und die sich noch das eine oder andere utopische Ideal bewahrt haben, andererseits bei Teenagern, die die selbstvergessene Jugendlichkeit dieser Performance schätzen.“

Hamburger Abendblatt

„Ein mitreißender Leichtsinn, der kurz vergessen lässt, dass diese Geschichte eine tragische ist.“

ZEIT Hamburg

„Das Ensemble, allen voran Julian Greis ist exzellent (…)“

NDR 90,3

„(…) eine psychedelische Villa Kunterbunt, ein Überlebensprojekt“

NDR 90,3

„Das Bühnenbild von Ute Radler ist großartig, weil es als dreifache Metapher funktioniert.“

ZEIT Hamburg

„(…) spielerisch probieren hier fünf Menschen den Traum vom besseren Leben aus, zwischen Rausch, Liebe, Popmusik.“

Hamburger Abendblatt

Weitere Informationen und laufende Vorstellungstermine:

https://www.thalia-theater.de/stueck/auerhaus-2017